Cannabis Consensus Schweiz


Eine breite Koalition, um den Umgang mit Cannabis in der Schweiz zu verbessern.

Viele Suchtexperten und medizinische Fachleute, Politikerinnen und Politiker aus allen Parteien, die Eidgenössische Kommission für Suchtfragen, grosse Teile der Bevölkerung sind sich einig: Die aktuelle Politik im Bereich Cannabis ist gescheitert. Selbst die Polizeiverbände fordern eine Änderung der heutigen Gesetzeslage. Und der Bundesrat hält in seiner Stellungnahme fest: 

 

«Das geltende Verbot von Cannabis im Betäubungsmittelgesetz hat den Zweck, die Bevölkerung zu schützen und die Abstinenz zu fördern, nur ungenügend erfüllt. Trotz Verbot nimmt der Konsum nicht ab, der Schwarzmarkt floriert, es gibt keine Qualitätskontrolle (…). Zudem bindet die Repression enorme Ressourcen, zeigt aber kaum Wirkung.»

Stellungnahme des Bundesrates vom 23.05.2018


Doch die bisherigen politischen Beratungen in National- und Ständerat haben gezeigt, dass das Parlament nicht gewillt ist, dieses Problem anzugehen.  Aufgrund dieser Erkenntnis wurde Anfang 2019 der Trägerverein “Cannabis Consensus Schweiz” gegründet.
Unter diesem Dach haben sich viele Organisationen, Vereine, Parteien, Interessengruppen und Fachleute aller Couleur zu einer Allianz zusammengeschlossen. Das Ziel ist es – gemeinsam mit diesen Akteuren – ein mehrheitsfähiges Cannabis-Regulierungsmodell zu entwickeln, welches mittels einer Volksinitiative umgesetzt wird. 

Führungsstruktur von Cannabis Consensus Schweiz

Cannabis Consensus Schweiz umfasst fünf Mitglieder-Kategorien. Alle Kategorien, respektive deren Vertreter, sind gleichberechtigt.

  • Politische Parteien.
  • Jungparteien.
  • Gesundheitswesen und Prävention.
  • Wirtschafts- und Umweltsektor.
  • Konsumentengruppen.

Durch dieses Modell wird sichergestellt, dass sich alle involvierten Parteien einbringen können, unabhängig von der Anzahl Personen oder von den finanziellen Möglichkeiten. Wie der Dialog zwischen den verschiedenen Akteuren sowie den Expertinnen und Experten am besten geführt werden kann, wird derzeit abgeklärt.

Regulierungsmodell

Die Suche nach einem besseren und auf die Bedürfnisse der Schweiz angepassten Modell ist bereits weit fortgeschritten. Unser Modell basiert auf dem Synthesebericht «Cannabis» der Eidgenössischen Kommission für Suchtfragen.
Die Kommission vertritt die Ansicht, dass «diese beiden Achsen für jedes potentielle Schweizer Cannabisregulierungsmodell unerlässlich sind»: Schutz der Bevölkerung sowie Kontrolle und Regulierung des Marktes.  


Die Studienautoren haben zehn Leitsätze für ein Regulierungsmodell formuliert: 
  1. Jugend vor den negativen Auswirkungen des Cannabiskonsums schützen  
  2. Verwendung von Cannabisprodukten mit geringen Gesundheitsrisiken fördern 
  3. Konsumenten über die Risiken aufklären 
  4. Ausüben von bestimmten beruflichen Tätigkeiten unter Cannabiseinfluss verhindern und bestrafen 
  5. Cannabis im öffentlichen Raum sowie Cannabiswerbung beschränken 
  6. Cannabisproduktion und -qualität kontrollieren und Rückverfolgbarkeit sicherstellen 
  7. Markt für medizinisches Cannabis und Markt für nicht-medizinisches Cannabis trennen 
  8. Verkauf von Cannabisprodukten in Spezialgeschäften 
  9. Cannabis besteuern, um Begleitmassnahmen zu finanzieren
  10. Cannabisproduktion für den Eigengebrauch regeln


Dieses Regulierungsmodell ist als Grundlage für eine Diskussion zu verstehen.
Die Mitglieder des Vereins streben einen Konsens über ein Regulierungsmodell an.

Ziel

« Reguliert. Funktioniert. »

Cannabis Consensus Schweiz 2019


Nächste Schritte

Derzeit wird ein Sekretariat aufgebaut, das sich vor allem um die administrativen Belange kümmert. Zudem werden weitere Fachleute für das Experten-Komitee gesucht und angefragt.
Ende August wurde dieses Komitee offiziell ins Leben gerufen und hat seine Arbeit aufgenommen. Die Aufgabe des Komitees besteht primär darin, ein Regulierungsmodell zu schaffen, das die Erwartungen der verschiedenen Akteure berücksichtigt. Das Komitee besteht aus prominenten Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen. Die Mitglieder werden durch den Vorstand ernannt. Ebenfalls geplant ist der Austausch innerhalb der Arbeitsgruppen bezüglich des Regulierungsmodells und die Beratung über die nächsten strategischen Schritte.

Kantonale Komitees

Um dem föderalistischen Aufbau unseres Landes Rechnung zu tragen, werden zurzeit engagierte Personen für kantonale Komitees gesucht. Wollen Sie sich in Ihrem Kanton oder Ihrer Gemeinde für eine sinnvolle, funktionierende und nachhaltige Cannabis-Regulierung einsetzen?
Melden Sie sich bei uns! Wir helfen Ihnen gerne bei der Koordination und bei der Suche nach Gleichgesinnten in Ihrem Kanton.

Mitglied werden und mitdiskutieren

Ganz getreu der Idee, einen breit abgestützten Konsens zu schaffen, kann grundsätzlich jede Organisation, welche Interesse an diesem Thema hat, Mitglied werden und sich in die Diskussion einbringen.

Es bestehen zwei Arten von Mitgliedschaften: die Aktiv- und die Passivmitgliedschaft. Die Aktivmitgliedschaft ist juristischen Personen vorbehalten, während Einzel- respektive Privatpersonen Passivmitglied werden können. 

Sind Sie bereits Mitglied?

Animieren Sie weitere interessierte Parteien und Organisationen, sich in die Diskussion einzubringen. Sollten Sie Fragen oder weitere Informationen benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Sie können hier Kontakt mit uns aufnehmen.

Unterstützen Sie die Cannabis Regulierung

Teilen Sie unser Anliegen und sind ebenfalls der Meinung, dass die aktuelle Politik bezüglich Cannabis in der Schweiz gescheitert ist?

Unterstützen Sie Cannabis-Consensus – jeder Franken zählt!
Reguliert. Funktioniert.



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